Über mich
Für einen Newcomer bin ich ziemlich alt: Geboren im Weltmeisterjahr 1954 in Bochum, war ich in sehr jungen Jahren Sportstudent und Handball-Schiedsrichter in der 4. Liga, immerhin. Seit den späten 1970er Jahren schreibe ich Songtexte. Anfangs waren das hauptsächlich humoristische, unter anderem „Da steht ein Pferd auf‘m Flur“. Dabei war ich eigentlich schon immer eher ernst.
Also hörte ich auf mit dem Quatsch und schrieb seriöse Texte, zu denen ich ab irgendwann auch die Melodien selbst komponierte. Das Ziel, mit Musik (bzw. überhaupt) auf der Bühne zu stehen, hatte ich nie. 1988/89 nahm ich trotzdem eine CD auf. In Eigenregie, ohne Plattenfirma, ohne Werbung, ohne Live. Einfach mit Freu(n)den und aus Lust. Ein geheimes Album, aber für mich so etwas wie ein Abschluss. Denn danach legte ich fünfzehn musikalische Sabbatjahre am Stück ein. Rückkehr nicht vorgesehen.
Doch irgendwann juckte es wieder. Ich schrieb neue Songs, hielt sie in sehr roher Skizzenform fest und legte sie auf Halde.
Anfang 2021 überzeugte mich der Musikproduzent Nick Oosterhuis, mir ein kleines Homestudio zuzulegen und aus meinen Skizzen halbwegs akzeptabel klingende Demos zu machen. Ein Vierteljahr lang erklärte er mir sehr systematisch die Grundregeln. Dann kam der verdammte Krebs und er starb innerhalb weniger Monate. Ich begleitete ihn und konnte gar nicht anders, als mehr und mehr über das Sterben nachzudenken. Kein Zweifel: Das ist mein Thema. Zumal ich innerhalb kurzer Zeit zwei weitere Menschen verlor, die mir sehr nah gewesen waren.
Seitdem sind viele Lieder vom Gehen entstanden. Ich schreibe sie nicht, sie schreiben sich selbst. Alle handeln vom Sterben mit all seiner Tragik und Trauer. Aber viel mehr handeln sie von dem, was mir – gerade mit Blick auf den Tod – viel wichtiger ist: Leben und Liebe, Hoffnung und Trost. Nicht das, was man verliert. Sondern das, was bleibt, für die, die bleiben.
Musik kann Sinne öffnen, sagt man. Mit meinen gleichermaßen kraftvollen wie einfühlsamen deutschsprachigen Liedern möchte ich Menschen jeden Alters berühren und Türen zum Weiterlebenwollen öffnen.
Jetzt, im Alter von Ü70, trete ich mit meinen Liedern vom Gehen an die Öffentlichkeit. Eher ein Old- als ein Newcomer. Besser spät als nie.
Auf Social Media unterstütze ich meine Musik mit einem Instagram- und YouTube-Kanal, auf denen ich Informatives und Unterhaltendes rund um ein Thema zur Sprache bringe, dem jeder Mensch mehr als einmal im Leben begegnen wird und auf das er vorbereitet sein sollte.
Live mache ich beim Akustik-Duo Alte Falter mit, das hier und da im Raum Hildesheim auftritt.
Mit meinen Liedern vom Gehen kann man mich bald live buchen.